Vergebung

und deine Nase an seiner Nase
ringende Nasen, kämpfende Nasen
und deine Zunge mit seiner Zunge
verkantet, verknotet, verworren, verdreht
flache, fleischige Zunge
fliehendes Kinn und flehende Lippe
verdorrte Tulpen im Schrank
und ich – ha! – und ich
ich reiße von tausend Seiten
getroffen, geläutert, gehängt
dich von der Zunge, flach und fleischig
durch die Straßen
durch die Gassen
durch die Nacht

jetzt stehen wir hier
nur du und ich
und dieses grässliche Geschrei
und dein vergebliches Bitten
verzeih! verzeih!

die Silhouette der Stadt, tote Stadt
uns Liebenden zu Füßen liegend
schaut überrascht, entsetzt und mich tadelnd
nähert sich dir mit offenen Armen
herzliche Arme, verzeihende Arme
wiegt deinen Körper
dir flüsternd ins Ohr
und nimmt dich mit

jetzt steh ich hier
nur ich
und dieses grässliche Geschrei
und mein vergebliches Bitten
verzeih! verzeih!

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