Gnadenteppich

Meine kuschende, reuige Welt, konstituiert
den Teppich deiner Gnade.
Gelegt dir zu Füßen, die,
majestätisch, erhaben, darüber schreitend,
ihr Königtum repräsentieren.

Symbiose kreatürlicher Neigung:
Pflanzen und Tiere und Menschen,
biegen sich, beugen sich, legen sich
deinen Füßen zu Füßen.
Allesamt geknickte Grashalme.

Demut gebährend, Gnade empfangend.
Verdinglichtes Streben entarteter Macht.
Schreite auf mir, nutz mich ab,
bis Farbe und Form nur noch ver-
blassende Schatten der Erinnerung sind.

Der Grashalm ist dann nur noch Bild
auf einem vergilbten Stück Papier,
deinen Füßen zum Ruhme.
Vergeblich.
Vergänglich.

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