Nausikaa, Sirene

Dein Augenaufschlag, sinnlich und erhaben,
offenbart den azurnen Ozean deines Blicks,
Brandung der unerreichbaren Nähe,
Grund meines vergeblichen Greifens.
Hörst du mich rufen,
nach deiner Wärme mich rufen?
Wirf deine Netze aus,
zieh mich zu dir
und drück mein Ohr an deine pochende Brust:
Ich höre, ich spüre, ich atme!
Streichelnder Atem,
zärtliche Winde,
sehnsuchtsvolle Verkennung.
Rauschend und zischende Wellen
senken und heben sich und mich mit dir,
wiegen mein innerstes Sein,
jeder Atemzug ein Aufstieg und Fall:
Liebende Nausikaa,
verhängnisvolle Sirene.

Zieh mich herab
bis deine Lider sich wieder verschließen:
Aus Blau wird schwarz
und ich falle und falle
in dein innerstes Grab.
Deine Tiefe, Zuflucht meiner Einsamkeit:
Lieb mich bis ich ertrinke!
Dem Verkennen folgt Vergessen
und alles Sein ist in dir.

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