Reise

Schon wieder Reise,
Aufbruch in ein neues Ich.
Kein Gepäck, nur dieses alte Foto
und ein Koffer voll Erinnerungen.

Schon wieder Reise und ich
blicke aus dem Fenster, sehe
verstaubte Dinge, vergangene Dinge:
Verdorrte Tulpen und ranziger Wein.

Schon wieder Reise, allein
im Abteil des egozentrischen Seins,
gefangen zwischen vergangenem Trauma
und zukunftsfokussierter Furcht.

Schon wieder Reise und nichts,
das mich hält, nichts, das hält, außer
die Reise und ihre Unterbrechungen.
Nichts außer Reise und ich.

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