Nacht

Die Nacht ist da,
in ihrer allumfassenden Präsenz:
Der dunkle Schleier, ein dichtes, finsteres Gewebe,
auf der Stadt und meinem Körper lastend.

Müde Knochen, den hoffnungsvollen Eintritt
der Süße der Nacht ersehnend,
in Matratze und Kissen versinkend,
ins Reich des Unbewussten fallend.

Wären an mir nicht bleiernde Beine,
ich ruhte schon friedlich. Nicht denken
ans Nicht-Eintreten des Schlafs und der
erwarteten Erschlaffung spannender Muskeln.

Nichts denken als das Nichts,
als dieses herzliche Nichts, Tochter
des unendlichen Gangs der Welt,
Mutter allen Seins.

Nichts denken als das Nichts, nur atmen
und den gezwängten Brustkorb ignorieren
und die dichtgewobene Decke der Nacht
über die Schultern ziehn und schlafen.

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